Ja, seit anfang August lebe ich hier in einer etwas anderen WG. Wir leben nicht nur zusammen, sondern arbeiten auch gemeinsam, was nicht immer unproblematisch ist. Von den alten Freiwilligen haben wir das System übernommen, dass wir jeder einen gewissen Betrag pro Monat in eine Gemeinschaftskasse einzahlen und davon zusammen kochen und essen.
Im Dezember haben wir dann, aufgrund der vielen Kakerlaken, eine große Putzaktion verwirklicht und seitdem unsere Putz- und Spülpläne ausgeweitet.
Schon seit einigen Monaten ist es nun aber so, dass wir abends nicht mehr alle zusammen essen. Ein paar hocken im Office vor dem PC andere sind noch weg. Vor allem als es dann im Februar/März so viele Notfälle gab, waren Absprachen nur noch schwer mit allen zu sprechen.
Seit Anfang März ist unsere Gemeinschaftskasse dann auch auseinandergefallen und inzwischen kocht hier jeder für sich selbst. Ich habe mich schon früh diesem Trend angeschlossen, da zuvor kaum noch jemand anders gekocht hat und ich sowieso schon ungefähr drei Abende die Woche am Herd stand.
Es ist anders jetzt, man muss sich daran gewöhnen und gewisse Sachen auch immer noch gemeinsam kaufen. Denn acht Toilettpapierrollen im Bad stehen zu haben, wäre lächerlich.
Einige finden es echt „scheiße“, dass sie sich jetzt selbst versorgen müssen, das sind aber, ganz ehrlich, vor allem die, die vorher kaum gekocht und sich mehr versorgen haben lassen. Ich finde es gar nicht so schlecht. Zum einen weil mir das Kochen jetzt mehr Spaß macht (ich koche zusammen mit Freddie) und zum anderen, weil ich jetzt mehr esse, was mir schmeckt. Ich koche jetzt auch mehr Gerichte, bei denen es mir für alle zu anstrengend gewesen wäre sie zu kochen und probiere mehr aus. So habe ich letzte Woche das erste mal Schaschlik mit Pommes gemacht, an Ostern einen Osterzopf gebacken, Veronika hat heute Kartoffelpuffer gemacht und Marie gestern Fisch...
Samstag, 18. April 2009
WG-Leben
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1 Kommentar:
Hallo, liebe Johanna,
seit zwei Tagen sind wir von unserem Kurzurlaub aus Wien zurück.
Ich kann Euch gut nachfühlen wie es ist, wenn man zu seinen privaten Dingen kaum noch Zeit hat.Über Deinen Bericht habe ich mich sehr gefreut. Du schreibst in recht eindrücklicher Weise. Vielen Dank!
Der weibliche Torso, den Du Friedmut Christian geschenkt hast, ist Dir sagenhaft gut gelungen!!
Wir wünschen Dir alles Gute und: grüße Deinen Freund von mir, von uns.
Ulrike und Gerd aus Allensbach
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