Samstag, 16. Mai 2009

Physiotherapie

Marie und ich haben es geschafft. Seit etwas mehr als einer Woche läuft unser Projekt und es läuft gut. 22 Kinder leben im Moment im Babyhaus, die noch nicht laufen können. Das heißt elf Physiokids für jeden von uns. Ich habe einen Bogen erstellt, der für jedes Kind einmal im Monat ausgefüllt wird. Auf ihm werden die Fortschritte der Kinder verzeichnet. Ob es stehen, laufen, sitzen, den Kopf heben oder Krabbeln kann.
Schon nach einer Woche habe ich das Gefühl, dass das Projekt wirklich etwas bringt, die ersten Fortschritte bei den Kindern sichtbar sind. Es ist als hätten die Kinder die ganze Zeit darauf gewartet, endlich einmal so viel Aufmerksamkeit zu bekommen und die Möglichkeit sich zu entwickeln. Sie wollen nicht den halben Tag im Bettchen oder auf Decken liegend verbringen, sondern die Welt erforschen, spielen und Spaß haben. Es kann und muss einfach nicht sein, dass es Kinder in Baphumelele gibt, die im Alter von einem Jahr noch nicht Sitzen und Krabbeln können!
Meine Tage kann ich ziemlich frei einteilen, es gibt aber auch noch ziemlich viel anderes hier zu tun, so dass ich recht flexibel sein muss und die Physiotherapie ist auch das, was am ehesten noch ausfallen kann, wenn Notfälle anstehen.
Marie ist jetzt erst einmal für zwei Wochen mit Anil in Mozambique, aber die neue Aviva-Freiwillige hilft mir dafür mit Maries Kindern wofür ich ihr ziemlich dankbar bin.
Ich fühl mich auf jeden Fall pudelwohl mit meiner Arbeit und freue mich schon auf den Tag, an dem wir den Bogen das zweite mal ausfüllen und den direkten Vergleich haben, was die Kinder im letzten Monat dazu gelernt haben!

Mein Physiokind Yeyam (12 Monate)


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