Jeden Freitag um kurz vor zwei schnappen wir uns 4-5 Kinder und fahren mit ihnen zum Sculpturing. Dort wird dann eine Stunde lang um die Wette geraspelt, gestaubt und geschmirgelt, bis jeder etwas Schoenes erarbeitet hat.
Genauer gesagt werden beim Sculpturing mehr oder weniger kleine Steine bearbeitet und daraus Formen, Figuren und Gestalten gemacht. Organisiert hat dies eine ehemalige Freiwillige, die den Kontakt zu Phineas hergestellt und das Sculpturing fuer die Kinder eingefuert hat. Phineas, der das ganze anleitet, stellt selber viele Figuren her, die er dann auf Maerkten zum Verkauf anbietet. Hoch anrechnen kann man ihm auch, dass er das ganze umsonst fuer uns macht - nicht einmal Geld fuer das Material will er haben.
Waehrend die kleineren Kinder (zwischen 5 und 9) meist Herzen gestalten, werden die aelteren dann schon etwas kreativer. Besonders letztes mal war ich von einigen Ergebnissen echt begeistert. Schoen ist auch, mit welcher Ruhe und Geduld Phineas sich immer praesentiert. Da macht es gar nichts aus, wenn herumgealbert wird, so lange es nicht gefaehrlich wegen dem Werkzeug wird.
Ich selber habe jetzt schon zwei Anhaenger die afrikanische Koepfe zeigen und eine kleine Schildkroete gemacht, auf die ich besonders stolz bin und die mir sehr gefaellt. Denn obwohl es fuer die Kinder eine Aktion ist, duerfen wir auch immer mitmachen.
Nun zu dem anderen Thema, das ich in diesem Post behandeln will. Das Khayelitsha-Festival. Es fand vom 24.-26. Obctober in einer Halle am Mew Way, nicht weit von Baphumelele entfernt statt.
Das Festival war:
Praesentationsflaeche fuer Organisationen, Firmen und Vereine,
eine Musikveranstaltung
ein Ort des Aufeinandertreffens verschiedener Gesellschaftsschichten
Auch Baphumelele gehoerte zu den 200 austellenden Organisationen und so hatten wir die Moeglichkeit so oft und so viel wir wollten, das Festival zu besuchen. Waehrend in der Halle die Staende waren, gab es im Aussenbereich zwei Buehnen. Eine grosse Hauptbuehne und eine kleine im Jugendbereich, wo zeitweilig jeder die Moeglichkeit hatte, das Mikrofon zu ergreifen und seine Perfomance zu zeigen.
Mit R20, was ungefaehr 1,70 Euro entspricht, war der Eintritt wirklich gering gehalten, auch wenn natuerlich trotzdem nicht jeder Bewohner Khayelitshas die Moeglichkeit hatte, das Festival zu besuchen. Trotzdem gab es viele Kinder, die es auch so hinein geschafft und irgendwo Karten fuer das Festival abgestaubt haben. Jedenfalls prallten hier verschiedene Gesellschaftsschichten eher aufeinander, als dass sie sich vermischt haetten, denn so weit ist Suedafrika einfach noch nicht. Ein Schritt in die richtige Richtung war dieses Festival jedenfalls.
Positiv angekommen sind bei mir die Stimmung, die Menschen und einfach die Moeglichkeiten dieses Festivals. Auch wir haben dort Kontakte geknuepft und eine andere Organisation gefunden, mit der eventuell einige unserer aelteren Kinder in den Ferien auf Segeltoern gehen koennen.
Sonntag, 2. November 2008
Sculpturing und das Khayelitsha Festival
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